Lemgo. Kurz vor den Winterferien besuchten Schülerinnen und Schüler des Lüttfeld-Berufskollegs aus verschiedenen Bildungsbereichen zusammen mit ihren Englisch-Lehrerinnen und -Lehrern eine Aufführung von „A Christmas Carol“ des englischen Schriftstellers Charles Dickens in Paderborn. Dieses klassische Weihnachtsstück, das in der Paderhalle in englischer Sprache präsentiert wurde, erzählte die eindrucksvolle Geschichte von einem gemeinen, übellaunigen Kaufmann namens Ebenezer Scrooge. „Das Stück ist sehr empfehlenswert“, betonte eine Schülerin des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales unserer Schule, die sich das Theaterstück mit ihrer Klasse ansah und einen Bericht über ihren Besuch verfasste. Damit möchte sie auch andere Schülerinnen und Schüler unserer Schule davon überzeugen, sich vielleicht im nächsten Jahr in der Vorweihnachtszeit die Geschichte live in Paderborn anzusehen.
Hier ihr Bericht: „Vorab ist es wichtig, die Handlung des Stücks kurz zu beschreiben. Es geht um einen älteren Mann namens Ebenezer Scrooge, der selbst während der Weihnachtszeit ziemlich undankbar ist und sich immer wieder über seine Mitmenschen stellt. Er versteht das Konzept von Weihnachten nicht und verabscheut es deshalb. Selbst seinen eigenen Neffen behandelt er respektlos. Geld ist für ihn der einzige Sinn im Leben. Er wird in der Geschichte von drei Geistern besucht, die ihm verschiedene Situationen zeigen, in denen sich seine Mitmenschen befinden, wodurch er merkt, dass es viel wichtigeres im Leben gibt als Geld. Kurz vor Weihnachten ist er dann wie ausgewechselt. Ebenezer Scrooge ist gnädig und behandelt seine Mitmenschen besser.
Durch die gute Auswahl der Hintergrundmusik wirkte das Theaterstück sehr spannend. Es wurde trotz der Länge nicht langweilig. Zudem wurden wir mit Ansprachen wie „my friends“ in das Stück mit einbezogen und auch am Ende wurden wir dazu aufgefordert, einander „Frohe Weihnachten“ zu wünschen. Auch die humorvolle Erzählweise trug dazu bei, dass es nicht zu altertümlich wurde. Viele von uns konnten zwischendurch ihr Lachen nicht verkneifen. Ein weiterer Aspekt, warum es uns leicht viel, den Schauspielern zuzuhören, war, dass sie eine sehr gute englische Aussprache hatten und wir dadurch in der Lage waren, unsere Englischkenntnisse zu verbessern. Auch die Lieder, die gesungen wurden, waren in englischer Sprache, wodurch wir die Originalversionen kennenlernten. Die inhaltlichen Themen, die in dem Stück behandelt werden, haben auch heute noch eine große Relevanz. Zum einen wurde das Thema Nächstenliebe angesprochen, das nicht nur in der Weihnachtszeit von Bedeutung ist. Auch heute noch denken viele Menschen, dass Geld das wichtigste im Leben ist. Das Theaterstück zeigte uns stattdessen, dass Freude und Fröhlichkeit deutlich wichtiger sind. Außerdem wurden auch gesellschaftliche Probleme angesprochen, wie beispielsweise die Ignoranz, mit der viele Menschen großen Problemen wie zum Beispiel Armut und Krankheit begegnen.
Die Atmosphäre während der Aufführung hat auf mich nahezu magisch gewirkt, wofür die Musik, die gute Leistung der Schauspieler und die herzergreifenden Themen beitrugen. Das einzige, was etwas zu kritisieren war, ist, dass manche englische Ausdrücke teilweise veraltet waren und sie dadurch für einige Schülerinnen und Schüler, die nicht so gut die englische Sprache beherrschen, nicht immer leicht zu verstehen waren. Zusammenfassend lässt sich aber sagen, dass das Theaterstück auf jeden Fall für andere Klassen des Lüttfeld-Berufskollegs sehr weiterzuempfehlen ist. Viel Spaß bei Eurem nächsten Theaterbesuch.“